2.3.2021

Vesperkirche 2021– Unterstützung in Corona Not
https://vesperkirche-niederberg.ekir.de/vorschlagen/

25.2.2021

„Haltet durch!“

Lock-Down, steigende Infektionszahlen, Impfproblematik – kein nahes Ende in Sicht. Erst nach dem Lock-Down werden wir in unserer Kirche wieder Gottesdienste feiern und uns in unserem Gemeindehaus treffen können. Nach „Corona-Regeln“… Wie auch sonst?
All‘ unsere weiteren Veranstaltungen – wie z.B. unsere Seniorengeburtstagsfeiern oder die Konfirmationsjubiläen - lassen sich aktuell überhaupt nicht planen.

Unser Posaunenchor wird liebevoll von seinem Chorleiter Peter Adams jeden Montag per E-Mail mit musikalischer und geistlicher „Nahrung“ versorgt.
Die Mitglieder von „Chörchen“ und „SingTreff“ halten den Kontakt untereinander.
Die Brautpaare, die 2020 in unserer Kirche heiraten wollten, haben ihre Trauung damals in dieses Jahr verschoben. Und jetzt schon wieder: fast alle planen ihre kirchliche Trauung für 2022.
Auch die Taufen werden von den Familien ver- oder aufgeschoben.
Denn es gibt ja nicht nur die Beschränkungen und Regelungen in unseren Gottesdiensten: es ist auch kein Restaurant geöffnet, um dort nach dem Kirchenbesuch gemeinsam zu feiern.
Die Konfirmandengruppen treffen sich schon seit Mitte 2020 übers Internet.
Die „Konfis 2020“ warten nun schon seit einem Jahr auf ihre Konfirmationsgottesdienste. Und die „Konfis 2021“ sind ja auch noch da.
Ich möchte gerne beiden Konfi-Jahrgängen im Mai ermöglichen, ihre Konfirmationen zu feiern. Nicht in großen Festgottesdiensten, sondern in 10 einzelnen Gottesdiensten, an denen jeweils 2-3 Familien teilnehmen können. Leider können an diesen Gottesdiensten nur Familienangehörige der Konfis teilnehmen, da die Plätze in unserer Kirche, wie Sie wissen, aktuell sehr begrenzt sind.

Wir gehen davon aus, dass auch rund um das Osterfest noch keine Gottesdienste in unserer Kirche möglich sein werden. Wenn doch, dann erfahren Sie es an dieser Stelle. Oder hier in unseren Schaukästen.
Alternativ sind Sie am Karfreitag und am Ostersonntag herzlich eingeladen, wieder diese Seite zu besuchen. Ähnlich wie zum Weihnachtsfest und an Silvester des vergangenen Jahres werden Sie hier zwei Gottesdienste finden.

Jede Krise geht vorbei. Auch diese.
Bis dahin halte Gott Sie alle fest in seiner Hand!

Ihr Pfarrer Wolfhard Günther

 
22.01.2021
„Lock-Down“ – oder anders ausgedrückt:

„Bleibt zuhause und bleibt gesund!“

Bis zum 17. Februar 2021 fallen weiterhin alle Veranstaltungen in unserer Gemeinde aus –
die Gottesdienste, Gruppen und Kreise, die Chorproben

Liebe Leserin, lieber Leser,
unser Presbyterium hat am 20. Januar einstimmig beschlossen, auch weiterhin keine Präsenzveranstaltungen in unserer Gemeinde durchzuführen.
Die Corona-Pandemie verlangt uns allen also einiges ab!
Dieser Beschluss war für uns wieder nicht leicht zu treffen, aber wir sehen diese Entscheidung vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Entwicklung als gegeben an.
Zum Schutz der Menschen, die in unsere Kirche und in unser Gemeindehaus kommen möchten.
Trauerfeiern finden auch weiterhin auf dem Friedhof statt – mit bis zu 14 Personen in der Kapelle. Oder vor der Kapelle im Freien, wenn mehr Gäste kommen wollen. Oder auch beides zusammen…
Die Konfi-Arbeit findet digital statt – wir treffen uns im Internet.
Hoffen wir auf das Frühjahr…
Und nutzen Sie Ihre „Weihnachtsenergie 2020“ möglichst lange!

Bleiben Sie unter dem Segen Gottes!

Pfarrer Wolfhard Günther

 

07.01.2021
Herzlich willkommen im neuen Jahr 2021!

Herzlich willkommen in unserer Gemeinde!

Das neue Jahr hat erst einmal so begonnen, wie das alte Jahr endete.
Und wegen der Corona-Pandemie wird es wohl auch noch eine Zeit lang so weitergehen: ohne Präsenzveranstaltungen hier auf Tönisheide.
Wir unterstützen den aktuellen Lock-Down und die dringend angeratenen Kontaktbeschränkungen.

Bis zum 31. Januar finden in unserer Kirche und in unserem Gemeindehaus keine Präsenz-Veranstaltungen statt.

Keine Gottesdienste, keine Gruppen und Kreise.

Die Konfirmandengruppen treffen sich digital via „Zoom“.

Unser Gemeindebüro ist für den Publikumsverkehr geschlossen; selbstverständlich können Sie es telefonisch oder auch per E-Mail erreichen.

Ganz herzlich laden wir zu den digitalen Gottesdienstangeboten unserer Nachbargemeinden Neviges, Wülfrath und Velbert ein.
https://www.evangelische-kirche-neviges.de/
http://www.evangelischeswuelfrath.de/
http://www.kirche-velbert.de/aktuell/2020/20201216_01.shtml
https://www.youtube.com/channel/UC8CsayM1S_xNEVMmhS1ZIkg

Oder Sie gehen auf die Seite unseres Kirchenkreises Niederberg:
https://www.evangelisches-niederberg.de


Gott begleite Sie in dieses neue Jahr - denn Weihnachten war und ist trotzdem!

Pfarrer Wolfhard Günther

 


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Silvester: Weihnachtsvorrat für 2021
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Silvester 2020

2020 ist vorbei.
Haben Sie gerade „Zum Glück!“ gedacht oder gemurmelt? Wäre ja möglich…
Die junge Frau, deren beide Elternteile in diesem Jahr gestorben sind, fand noch eine ganz andere Bezeichnung für dieses Jahr…

2020 ist vorbei.
Nicht alle, aber manche Probleme, die uns dieses Jahr gebracht hat, nehmen wir mit.
Damit wir sie im nächsten Jahr lösen. Oder im übernächsten Jahr.

2020 ist vorbei.
Gott sei Dank - wir können es abgeben. An Gott. Dieses Jahr und die ganze Last dieses Jahres.
Tun wir’s: geben wir „2020“ an Gott zurück. Bei ihm ist es gut aufgehoben.

2020 ist vorbei.
Und 2021 wartet auf uns. Nehmen wir es an - die Zukunft wartet. Und Gott auch.
„Danke, Gott, dass Du mit mir in dieses neue Jahr gehst.“

Musik-Link: „Von guten Mächten“ https://www.youtube.com/watch?v=o3S6EXKsvTY

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Psalm 23: „Der gute Hirte“
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein
Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des
HERRN immerdar.

Musik-Link: „Abend ward, bald kommt die Nacht“ https://www.youtube.com/watch?v=QWfUR32OYXk

Gebet
Vater, das Jahr 2020 ist Geschichte.
Viel ist in diesem Jahr geschehen.
Danke, wenn wir momentan frei von Sorgen und guter Laune sind.
Manche von uns sind aber froh, dass dieses Jahr jetzt zu Ende ist, denn sie haben Schlimmes erlebt.
Vieles, was uns belastet, ist immer noch nicht geklärt.
Wir bitten dich um dein Erbarmen.
Herr, unser Gott, du schenkst uns Zeit, zurückzublicken, und du schenkst uns Zeit, nach vorne zu
schauen. Lass uns jetzt, an der Schwelle zu einem neuen Jahr, begreifen, dass du es bist, dem wir
grenzenlos vertrauen können. Stärke unseren Glauben und unser Vertrauen.
Und das bitten wir dich, der du uns und unsere Zeit in deinen Händen hältst. Amen.

Musik-Link: „Meine Zeit steht in deinen Händen“ https://www.youtube.com/watch?v=QtMTswtYayg

„Weihnachts-Vorrat 2021”
Sommer von Ostern bis in den November, schon wieder von der Sonne verbrannte Gärten, der unverschuldete Verkehrsunfall, die „Fünf minus“ in Mathe, verschobene Taufen, Hochzeiten und Konfirmationen, runde Geburtstage „im engsten Familienkreis“, stornierte Urlaubsreisen, Kurzarbeit, Corona-Tests, Quarantäne und Maskenpflicht, „Magen-Darm“ pünktlich zum Beginn der Adventszeit.
So oder so ähnlich ist‘s gewesen. Das Jahr 2000. Oder?
Von wegen „alles gut“!
Ja, manches war auch gut, das stimmt schon. Aber im Leben ist niemals alles gut.
Und wenn Ihr heute, so ganz spontan, auf die Frage „Hattet Ihr ein schönes Weihnachtsfest?” mit „Leider nein” antwortet - dann ist das so, als ob Ihr in einen Vorratsschrank schaut, der fast leer ist.
Und dessen Inhalt doch für ein ganzes Jahr reichen soll!

Wo sind wir am Ende dieses Jahres angekommen?
Ist es das, wovon wir das ganze Jahr über leben: diese einmalige Atmosphäre zu Weihnachten?
Die gelöste Stimmung?
Die Wärme der geschmückten, gemütlichen Wohnung?
Die erlesenen Speisen und Getränke?
Die Freude über die Geschenke, über die strahlenden Kinderaugen?
Die körperliche und seelische Ruhe, die uns neue Kraft schöpfen ließ?
War das so? Aber wie lange hält das an? Reicht das bis zum 23.12.2021?
Also stimmt es doch, was da gesungen wird: „Ach, nur kurz sind solche Freuden - bald verlöscht der Kerzen Licht”?
Das wäre eigentlich schade. Und vor allen Dingen viel zu wenig für das ganze Jahr 2021.
Also, was können wir von Weihnachten nach 2021 mitnehmen, was weiter reicht?
Diese Frage wird umso drängender, wenn wir uns klarmachen, dass es viele Menschen gibt, bei denen fehlt zusätzlich eine ganze Menge von dem, was ich eben als Kennzeichen weihnachtlicher Freuden beschrieb.
Da fehlt in diesem Jahr viel von diesem Zauber, weil der Ehemann gestorben ist, weil die Mutter vorletzte Woche corona-positiv getestet wurde und jetzt im Klinikum ist, weil die Firma des Vaters 2021 wohl den aktuellen Lock-down kaum überleben wird, weil selbst das Weihnachtsfest die zerstrittenen Familien nicht versöhnen konnte.
Es gibt viele Menschen, die finden, dass das Wichtigste am Fest die Geschenke sind.
Aber welchen Sinn entdecken wir am Weihnachtsfest, der eben über das hinausgeht, was wir alle, ich auch, so sehr an Weihnachten schätzen, was aber allzu rasch - wie eine Kerze - verlöscht?
Welchen Sinn?

Was nehmen wir mit ins neue Jahr?
Was nehmen wir mit - in ein Jahr, dessen Probleme wir schon erahnen? Vielleicht hilft uns ein Satz der Engel auf den Feldern weiter. Den sie zu den Hirten gesprochen haben: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden.” (Die Weihnachtsgeschichte: Lukas 2, Vers 14)
Die Konflikte unserer Erde können wir alleine nicht lösen. Weder mit Kriegen noch ohne sie.
Und hier bei uns? In unseren Familien? Im Freundeskreis? In der Firma? In unserer Gemeinde? Im Verein?
Wir merken, dass immer wieder neue Konflikte auftauchen. Schon wieder ist ein Problem da - wo wir doch gerade erst eines gelöst hatten...
Manchmal haben wir dabei sogar ein bisschen Schadenfreude, weil wir merken: es passiert anderen auch.
Wer trägt daran die Schuld? Wer ist für die Probleme, die Katastrophen in unserer Welt und in meinem Leben verantwortlich?
Wer ist schuld? Gott? Ist Gott gescheitert?
Nein! Auf Erden ist Krieg, weil wir mit Gott Krieg führen!
Auf Erden geschehen Naturkatastrophen, weil wir über unsere Verhältnisse leben!
Gott hat Frieden gemacht. Er ist zu uns gekommen. Er hat uns seine Hand gereicht.
Er ist zu uns gekommen, hat für uns gelitten und ist für uns gestorben.
Gott kam zu uns Menschen und will uns unsere Schuld vergeben. Er ruft es uns zu.
Zum ersten Mal erging dieser Ruf, dieser Appell in der Heiligen Nacht auf den Feldern vor Bethlehem.
„Ehre SEI Gott in der Höhe, und es SEI Friede auf Erden.”
„Es sei”: das ist keine Feststellung, sondern eine Aufforderung!
Doch - nur wenige hörten diesen Ruf.
Zu wenige, denn der Krieg war meist stärker als der Friede, der Hass stärker als die Liebe, die Feindschaft stärker als die Freundschaft, die Lüge stärker als die Wahrheit, der Egoismus stärker, als dass mich mein Nachbar interessiert.
Warum?
Weil wir diesen Befehl Gottes im Jahr 2020 wieder nicht ernst genommen haben! Wir haben das nicht als unsere Aufgabe betrachtet: „Gott wird das schon machen...”.
Und weil wir das Kind in der Krippe nicht ernst genommen haben. Wir machten daraus das ‚Christkind‘, das die braven Kinder beschenkt.
Wir freuten uns mit den Kindern an den Krippenfiguren. Logisch.
Aber sind wir auch wieder von der Krippe weggegangen - in den Alltag?
Oder schweben wir noch auf weihnachtlichen Wolken?
So kann es geschehen, dass wir den Sinn des Weihnachtsfestes verlieren. 1, 2, 3 Tage „Süßer die Glocken nie klingen” - und dann?

Jetzt ist Silvester: Rückblick und Ausblick
Wir alle haben das Jahr 2020 mit dabei. Wie lange hat Weihnachten 2019 gewirkt?
Schon wieder haben wir es vergessen: dass das ein Befehl Gottes damals war: „Versöhnt euch! Sorgt für Gerechtigkeit!”
Das ist keine Ironie - Gott meint das ernst!
Es ist unsere Aufgabe, aus der Geburt Jesu Christi die Konsequenzen zu ziehen.
Das galt schon immer, und das wird auch immer gelten: für unsere Familien, die Nachbarschaft, für unsere Gemeinde.
Heute haben sich noch andere Probleme dazugesellt: Corona-Pandemie, Flüchtlingskrise, islamistischer Terror, Nordkorea, Iran, drohende Pleitewelle samt Bankenkrise usw.
Also: nicht nur der häusliche Friede sollte uns ein Thema sein, sondern auch der Weltfriede, der soziale und politische Friede in unserem Land.
Das heißt im Jahr 2021: Verständnis zu haben, für schwere Entscheidungen in der Firma.
Das heißt im Jahr 2021: Verständnis für unsere Regierung(en), Presbyterien und Kirchenleitungen zu haben, die auch unbequeme Entscheidungen treffen müssen. "Amerika, Deutschland, Tönisheide first" zu streichen. Statt dessen: "Gemeinsam Richtung Zukunft!"
Ja, es gibt auch Dinge in meinem Leben, die ich akzeptieren muss, weil ich sie nicht ändern kann. Ich kann nur lernen, damit zu leben. Und darauf zu vertrauen, dass Gott sie mit mir trägt.

Ich meine, es ist deutlich geworden, dass Weihnachten in seiner Bedeutung weit über das hinausgehen will, was wir das „Schöne” an Weihnachten nennen.
Klarstellung: Ich möchte es nicht missen, das Schöne! Das ist ja auch wirklich toll an Weihnachten!
Aber: die Hirten sind nicht im Stall geblieben. Nach einer gewissen Zeit war die heimelige Stimmung vorüber. Sie sind als veränderte Menschen zu ihren Schafen zurückgekehrt. „Sie priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten!”
Tun wir das auch? Das ganze Jahr über?
Wir können alles ganz schnell wieder vergessen, was Weihnachten 2020 bedeutet. Dann ist unser Vorratsschrank schon wieder fast leer.
Oder wir nehmen es mit: Weihnachten 2020 wirkt auch im nächsten Sommer noch!
Denken wir daran - an unsere Aufgaben und an Gott, der mit uns geht, uns immer zur Seite steht und uns treu begleitet: meistens „still und unerkannt”!
„Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen”, heißt es am Ende der Weihnachtsgeschichte.
So sorgt man für Vorrat, Vorrat für ein ganzes Jahr.
In diesem Sinne: Auf ein gutes, neues Jahr 2021! Amen.

Musik-Link: „Auld lang syne – Nehmt Abschied, Brüder“ https://www.youtube.com/watch?v=Al7ONqrdscY

Gebet (von Jochen Klepper, Evangelisches Gesangbuch, Lied 64)
„Der du die Zeit in Händen hast”
1. Der du die Zeit in Händen hast, Herr, nimm auch dieses Jahres Last und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jesus Christ die Mitte fest gewiesen ist, führ uns dem Ziel entgegen.
2. Da alles, was der Mensch beginnt, vor seinen Augen noch zerrinnt, sei du selbst der Vollender.
Die Jahre, die du uns geschenkt, wenn deine Güte uns nicht lenkt, veralten wie Gewänder.
3. Wer ist hier, der vor dir besteht? Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht: nur du allein wirst
bleiben. Nur Gottes Jahr währt für und für, drum kehre jeden Tag zu dir, weil wir im Winde treiben.
4. Der Mensch ahnt nichts von seiner Frist. Du aber bleibest, der du bist, in Jahren ohne Ende.
Wir fahren hin durch deinen Zorn, und doch strömt deiner Gnade Born in unsre leeren Hände.
5. Und diese Gaben, Herr, allein lass Wert und Maß der Tage sein, die wir in Schuld verbringen.
Nach ihnen sei die Zeit gezählt; was wir versäumt, was wir verfehlt, darf nicht mehr vor dich dringen.
6. Der du allein der Ewge heißt und Anfang, Ziel und Mitte weißt im Fluge unsrer Zeiten:
bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand, damit wir sicher schreiten.

Musik-Link: „Der Mond ist aufgegangen“ https://www.youtube.com/watch?v=9cXdSZX7wos

Fürbitten
Gott, wir danken dir, dass du uns durch dieses Jahr begleitet hast. Wir bitten dich um deinen Segen für das neue Jahr 2021. Wir wissen nicht, was auf uns zukommen wird.
Sei du auch weiterhin bei uns. Mit dir an unserer Seite können wir die Anforderungen unseres Lebens bewältigen.
Wir bitten dich um offene Ohren, die uns auch die leisen und unausgesprochenen Bitten unserer Mitmenschen hören lassen.
Sei den Menschen nahe, bei denen heute keine festliche Stimmung aufkommen kann, weil sie am Sinn ihres Lebens zweifeln und keine Perspektive für die Zukunft sehen.
Gib den Frauen und Männern der Telefonseelsorge, die gerade an diesem Abend und in dieser Nacht besonders viele Anrufe erhalten, offene Ohren und die rechten Worte, um Traurige zu trösten und Lebensmüde wieder aufzurichten.
Sei bei all den Menschen, die in dieser Nacht arbeiten müssen: Bei der Polizei, den Rettungsdiensten, bei der Bundeswehr, in den Krankenhäusern, den Altenheimen, bei den Energieversorgern, bei Rundfunk und Fernsehen.
Du bist unser Gott und unser guter Vater, der weiß, was wir nötig haben, noch ehe wir dich darum bitten. Wir danken dir und loben dich jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Vater Unser
Vater Unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen
Der Herr segne und behüte Dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden. Amen.

Musik-Link: „The day thou gavest, Lord, is ended - Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen” https://www.youtube.com/watch?v=1zomyd5dVfM&list=RDisACIyHXBB0


Pfarrer Wolfhard E. Günther, Ev. Kirchengemeinde Velbert-Tönisheide, 31.12.2020

 

 


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HEILIGABEND 2020 - Weihnachten ist trotzdem!
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Weihnachten 2020

Wir feiern Weihnachten - in diesem Jahr, in dem so vieles ganz anders war und ist.
Wir feiern Weihnachten - in diesem Jahr, das viele gerne aus ihrem Kalender streichen würden.
Wir feiern Weihnachten.
Denn Weihnachten ist trotzdem!
Gott sei Dank!

Musik-Link: 'Herbei, o ihr Gläubigen' https://www.youtube.com/watch?v=8Rd1wg6RFts
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Jesaja 9, 1-6: Gottes Verheißung. Licht in der Dunkelheit.
Wenn wir Weihnachten feiern, erinnern wir uns an das große Versprechen, das Gott der Welt gegeben hat. Der Prophet Jesaja schreibt:
Ein helles Licht wird im Dunkeln aufleuchten.
Das Licht ist stärker als Angst und Leid, als Krieg und Streit.
Alle, die traurig sind, werden froh.
Alle, die verzweifelt sind, werden getröstet.
Alle, die unglücklich sind, werden fröhlich.
Alle sollen sich freuen. Alle dürfen hoffen.
Es wird ein Kind geboren werden. Es wird ein mächtiger König werden.
Ein König des Friedens. Ein König der Freude.
Dieser König ist stärker als der Krieg und stärker als der Tod.
In seinem Reich wird immer Wohlergehen sein.

Die Weihnachtsgeschichte (Lukas 2, 1-7)
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.
Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Musik-Link: 'Mary’s Boychild' https://www.youtube.com/watch?v=zbA0hdPZh0c

Die Weihnachtsgeschichte (Lukas 2, 8-14)
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.

Musik-Link: 'Hört der Engel helle Lieder' https://www.youtube.com/watch?v=JkQ4iRIAUNI

Die Weihnachtsgeschichte (Lukas 2, 15-20)
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.
Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Musik-Link: 'In der Nacht von Bethlehem' https://www.youtube.com/watch?v=PNZwWrKyhpA

„Weihnachten ist trotzdem!”
Es ist Heiliger Abend.
Das Fest der Liebe ist da.
Gute Stimmung ist angesagt.
„Ehre sei Gott in der Höhe“! Das sollte doch eigentlich jeder Mensch am Heiligen Abend singen.
Aber nicht jeder kann es. Da bin ich mir sicher. Große Freude? Na ja...
Ich denke da an den Herrn X.
Der hat mit dem Weihnachtsgeschehen nichts im Sinn. Nicht mehr. Dieses Jahr schon gar nicht – wo er nicht mal in seine Stammkneipe gehen kann. Die ist geschlossen - wegen Corona.
Er sitzt alleine in seinem Wohnzimmer auf dem Sofa.
Er ist nicht in der Stimmung, Gott zu loben und „Ehre sei Gott in der Höhe“ zu sagen.
Nein, für ihn trifft das nicht zu. Ihm geht es schlecht.
Vielleicht ist er einsam?
Vielleicht hat er Kummer?
Vielleicht hat er Sorgen und Angst?
Vielleicht ist er gerade arbeitslos geworden?
Vielleicht ist jemand gestorben, den er liebte?
Aber: Weihnachten ist trotzdem! Denn Gott hat beschlossen, gerade auch für ihn als Mensch geboren zu werden.
Herr X schließt die Augen. Der Weihnachtsstern leuchtet immer noch.
Denn Weihnachten ist trotzdem!

Schon als Kinder haben wir es gelernt: zum Weihnachtsfest gehört eine festliche Stimmung.
Und bei den Kindern klappt das ja auch meist ganz gut.
Am besten, es fällt Schnee.
Auf jeden Fall müssen Plätzchen oder Stollen gebacken werden.
Auf jeden Fall muss der Weihnachtsbaum geschmückt werden.
Auf jeden Fall soll Harmonie in der Familie herrschen - es soll gemütlich sein.
Das alles gehört dazu. Dann kommt die richtige Weihnachtsstimmung auf.
Aber was denn, wenn der Heilige Abend kommt und bei uns diese Weihnachtsstimmung eben nicht aufkommt? So Stimmungstöter gibt‘s ja eine ganze Menge!
Was denn dann? Fällt dann Weihnachten aus?
Nein – Weihnachten ist trotzdem!
Was in Bethlehem damals geschah, das gilt trotzdem.
Haben Sie einen Weihnachtsbaum geschmückt? Und sich dann daran erfreut? Gut. Vielleicht haben Sie ihn ja sogar kurz vor dem Lock-Down für die Hälfte gekriegt. Super! Zumindest für Sie…
Waren Sie in diesem Jahr gar nicht in Stimmung, einen Weihnachtsbaum zu kaufen und zu schmücken?
Oder Sie haben es nur widerwillig und ohne Freude daran getan?
Oder Sie haben gar keinen Baum?
Das ist alles ok.
Denn Weihnachten ist trotzdem!
Weil Gott beschlossen hat, zu uns zu kommen. Als Mensch unter Menschen - zu uns. Mit und ohne Weihnachtsbaum!
Und - haben Sie Plätzchen gebacken? Gut.
Oder sind Sie noch nicht dazu gekommen? Oder sind Ihnen die Plätzchen vielleicht in der Hektik der Adventszeit im Ofen verbrannt? Auch gut.
Weihnachten ist trotzdem.
Weil Gott beschlossen hat, zu uns zu kommen!
Als Mensch unter Menschen - zu uns, die wir eben nicht alles schaffen, weil unsere Kraft begrenzt ist.
Daran ändert auch eine missratene Weihnachtsbäckerei nichts.
Haben Sie schon so richtige Harmonie in der Familie? Haben Sie es gemütlich? Gut.
Haben Sie gerade Streit im Haus? Das kann passieren.
Weihnachten ist trotzdem!
Weil Gott beschlossen hat, zu uns zu kommen!
Als Mensch unter Menschen, wo es immer wieder Streit gibt. Daran ändert auch der momentane Krach mit unseren Kindern, Eltern oder Partnern nichts.
Das ist doch tröstlich: es wurde damals in Bethlehem Heiliger Abend, obwohl Maria und Josef in einem Stall unterkriechen mussten und deshalb bestimmt nicht in bester Stimmung waren.
Und es ist alle Jahre wieder Weihnachten - ob wir dafür nun in Stimmung sind, oder nicht.
Es ist doch so: Stimmungen kommen und Stimmungen gehen.
Gottes Wille steht fest. Gottes Handeln kann nichts und niemand verhindern.
Weihnachten wird es nicht, weil wir in richtiger Stimmung sind und die Plätzchen besonders gut schmecken.
Weihnachten wurde es damals in Bethlehem, weil Gott es wollte!

Auch in diesem schwierigen Jahr ist es wieder Weihnachten, weil Gott es will!
Denn Gott ist Mensch geworden.
Das müssen Sie sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Gott – ist – Mensch – geworden!
Gott schlüpfte in unsere Haut. Er wurde einer von uns.
Damit wir ihn erkennen und wiederfinden können.
Ihn, unseren Herrn und unser Zuhause bei ihm.
Gott schlüpfte in unsere Haut, bis sie ihm am Ende in Fetzen vom Leib hing. Gefoltert und geprügelt!
Diese Menschenhaut Gottes trug den Namen ‚Jesus‘.
In ihm fühlte Gott mit uns,
in ihm lachte Gott mit uns,
in ihm weinte Gott mit uns,
in ihm lebte Gott für uns,
in ihm starb Gott für uns.
Gott für uns. Gott mit uns.
Damals. Und heute immer noch! Und morgen auch noch!
Jesus, der Unschuldige, lässt sich alle unsere Schuld aufladen.
Und wir, die wir eigentlich diese Schuld zu tragen hätten, wir werden nicht bestraft.
Eigentlich hat Jesus ewiges Leben, aber er geht in den Tod. Um es uns zu bringen, das ewige Leben.
Bin ich fröhlich – ist er bei mir.
Bin ich traurig – ist er bei mir.
Bin ich niedergeschlagen – ist er bei mir.
Bin ich im Stress – ist er bei mir.
Bin ich frei und unbelastet – ist er bei mir.
Bin ich krank – ist er bei mir.
Bin ich gesund – ist er bei mir.
Bin ich jung – ist er bei mir.
Bin ich alt – ist er bei mir.
Lebe ich – ist er bei mir.
Sterbe ich – ist er bei mir.
Wie die Luft, die ich atme, ist er in mir.
Wie das Wasser, in dem ich schwimme, ist er um mich und trägt mich.
Ob ich es nun weiß oder nicht.
Ob ich es zur Kenntnis nehme oder nicht.
Ich muss das nur für mich annehmen und gelten lassen.
Dann fühle ich mich besser. Und dann geht’s mir besser. Bei dem einen geht das schnell, bei dem anderen dauert es länger.

Heute sind wir eingeladen, uns dem Kind in der Krippe zuzuwenden.
Sie können sich freuen, dass Gott Ihnen ganz nahe ist. So nahe, wie die Luft, die Sie atmen oder das Wasser, in dem Sie schwimmen und das Sie trägt.
Nur atmen und schwimmen müssen Sie selbst: glauben und vertrauen. Als wir kleine Kinder waren, da konnten wir alle schwimmen - und glauben.
Dann haben wir diese Fähigkeit verloren.
Angst, Zweifel und Lebenskrisen lassen uns untergehen.
Wir mussten das Schwimmen wieder neu lernen.
Und zu glauben, das müssen wir auch immer wieder neu lernen. Das ist gar nicht so einfach!
Ich möchte Ihnen heute Mut machen: haben Sie Vertrauen. Gott trägt!
Egal, was wir mitbringen - an Sorgen, Nöten und anderen Hindernissen, Weihnachten ist doch trotzdem!
Wenden Sie sich doch einfach an den, der in der Krippe liegt. Vielleicht so: „Danke, Herr Jesus Christus, dass du auch am Ende dieses schwierigen Jahres wieder zu mir in diese Welt gekommen bist. Danke, dass es trotzdem Weihnachten ist! Amen.“

Musik-Link: 'Stille Nacht' https://www.youtube.com/watch?v=OvJ1HlJCd9Y

Fürbitten
Unser Gott, Du schenkst uns dieses Weihnachtsfest, das so ganz anders ist.
Komm, Gott, bring‘ Licht auf unseren Weg.
Damit es das Dunkel durchdringt, wenn wir Angst haben und mutlos sind.
Wir denken an all die Finsternis und das Leid, das diese Pandemie zu so vielen bei uns und auf der ganzen Welt gebracht hat.
Stärke alle, die krank sind oder in Sorge Weihnachten feiern.
Stärke alle, die heute einsam sind.
Stärke die, die sich um die Kranken kümmern. Sei bei denen, die an den Feiertagen arbeiten: in den Krankenhäusern und Pflegeheimen, bei der Polizei, der Feuerwehr, den Rettungsdiensten. Bei der Bundeswehr, den Energieversorgern, bei Rundfunk und Fernsehen.

Vater Unser
Vater Unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen
Der Herr segne und behüte Dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden. Amen.


Musik-Link: 'O du fröhliche'
https://www.youtube.com/watch?v=n7K8le1pbsQ


Musik-Link: 'Von guten Mächten'
https://www.youtube.com/watch?v=aN7dGz6NH5M

 

Pfarrer Wolfhard E. Günther, Ev. Kirchengemeinde Velbert-Tönisheide, 24.12.2020