Lebendiger Adventskalender in diesem Jahr wieder in Tönisheide
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Weihnachtsmarkt 2011
Die katholische und die evangelische Kirche sind auch in diesem Jahr wieder auf dem Weihnachtsmarkt in Tönisheide mit einer gemeinsamen Bude vertreten. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf einen Punsch, einen Sagré, einen Kaffee oder ein gutes Gespräch besuchen. Gegen den kleinen Hunger bieten wir Germknödel an. Der Markt wird am 01.12.2011 ab 17.30 Uhr mit einem Beitrag unseres Kindergartens eröffnet und geht bis Sonntag den 04.12.2011. Schon jetzt danken wir allen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die durch ihren Einsatz diese gemeinsame Aktion zum 2. Mal ermöglichen.
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Bürgerfest am 02. und 03. Juli auf dem Kirchplatz – ein Bericht
Reinhard Lüdeke
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Zu Gast bei der Landesdelegiertenkonferenz des Evangelischen Arbeitskreises der CDU in NRW: (v.li.) MdB Peter Beyer, Armin Laschet, Gastgeber Rolf Werner Buschmann, EAK-Landesvorsitzender Volkmar Klein und Bundesumweltminister Norbert Röttgen . Foto: Sonja Glaser-Stryak
Am Tagungsort, bei der evangelischen Kirchengemeinde in Tönisheide, stand die Entwicklungszusammenarbeit im Mittelpunkt.
Plädoyer für mehr Gerechtigkeit
Tönisheide. „Für gerechte Teilhabe statt globaler Ungleichheit“ – unter diesem Titel traf sich der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Nordrhein-Westfalen am Samstag zu seiner Landestagung.
Vom Hunger bedroht
In seinem Grußwort wies Thomas Rachel, Bundesvorsitzender des EAK, darauf hin, dass das Schwerpunktthema nicht aktueller hätte gewählt werden können: „Im Hinblick auf den gerade beendeten Millenniumsgipfel in New York, bei dem Zahlen genannt wurden wie zum Beispiel die, dass 900 Millionen Menschen, darunter 150 Millionen Kinder, vom Hunger bedroht sind, ist es an der Zeit, der Verantwortung in der Welt gerechter zu werden“, erklärte er.
Als prominente Referenten konnte zum einen der Vorstandsvorsitzende der World Vision Deutschland, Christoph Waffenschmidt gewonnen werden, und zum anderen Martin J. Wilde, Vorsitzender des Ghana Forums NRW und zugleich stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Bonn.
Wilde bat darum, im Hinblick auf Entwicklungszusammenarbeit – die er für ein Gebot der Solidarität hält – genauer hinzuschauen: „Wer sind denn unsere Partner, sollten wir uns fragen.“
In Zeiten des Kalten Krieges seien diese noch aus Angst vor einem Überlaufen zum russischen Gegenpart gewählt worden. Heute, gut 20 Jahre später, habe man erreicht, dass nur noch Staaten, die als „Good Governments“ grundlegende Menschenrechte wahren, unterstützt würden. Wilde, der mehrere Jahre selbst in Afrika gelebt hat und mit eine Ghanaerin verheiratet ist, warnte dennoch davor, sich dabei zu stark auf den Staat zu stützen: „Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus kann ich sagen, dass Unterentwicklung und Armut ihre Kernursachen in politischen Strukturen haben, in einer Pseudo-Elite, die sich ihre Vorteile verschafft.“ Darum hält er eine Entwicklungszusammenarbeit mit den Kirchen für weniger korrupt als mit Regierungen. Als Beispiel, wo es gelungen sei, über den Selbsthilfewillen der Betroffenen etwas zu erreichen, nannte er das Thema Mikrofinanz.
Beispiel Mikrofinanz
In Nairobi etwa verliehen Institute Kredite an Arme, die als einzige Sicherheit den Glauben an ihren Erfolg bieten können. Ein Modell, das bestens funktioniere. Als ein weiteres Beispiel aus eigener Anschauung nannte Wilde die Gründung eines Versicherungsvereins, um auch Armen teure Krankenhausaufenthalten zu ermöglichen: „Mit einer Kopfpauschale von drei Euro pro Jahr konnte nach drei Jahren 45 000 Versicherten im Krankheitsfall die Aufnahme in einem christlichen Krankenhaus zugesichert werden.“
Den Ansatz einer zivilgesellschaftlich stärkeren Unterstützung befürwortete auch Christoph Waffenschmidt, der seit gut zwei Jahren der World Vision-Organisation vorsteht. Mit dem Beispiel einer Frau aus der Mongolei, der es über einen Kredit gelungen sei, nach und nach ein eigenes Frisörgeschäft aufzubauen und die inzwischen zwei Angestellte beschäftige, plädierte er darüber hinaus dafür, dass die Hilfe zur Selbsthilfe vor allem auch auf Nachhaltigkeit angelegt sein müsse.
Dennoch sei es aber auch gerade bei der Hilfe für Kinder, für die sich seine Organisation besonders stark mache, wichtig, mit Geldern etwas zu bewegen. „Neun Millionen Kinder sterben jedes Jahr – alle drei Sekunden eines – an Krankheiten, die an sich behandelbar sind wie Malaria und Durchfall oder durch mangelnde medizinische Versorgung bei der Geburt“, gab er zu bedenken. Vor diesem Hintergrund seien Überlegungen, ob die Unterstützung von 200 Millionen Euro die Deutschland zum multilateralen Fond beisteuere, wirklich benötigt werden, völlig irrelevant. Im Hinblick auf eine Welt, die immer näher zusammenrücke und damit eine sterbendes Kind in Sambia auch zu meinem Nächsten mache, sei das Entwicklungsthema so oder so ein politisches Gewinnerthema.
Zu einem späteren Zeitpunkt der Tagung standen auch Armin Laschet und Norbert Röttgen den Tagungsmitgliedern der EAK Rede und Antwort – vor dem Hintergrund der Neuwahl eines CDU-Landesvorsitzenden. Armin Laschet präsentierte sich als Politiker, der sich viel mit Fragen der Integrationspolitik beschäftigt hat; Norbert Röttgen setzte in Fragen der sozialen Bindung und ordnungspolitischen Fundamente des Globalisierungsprozesses einen Schwerpunkt.
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Auch am 30.10.2010 um 15 Uhr zu sehen in der ev. Kirche Tönisheide.
Eine Brise Wüstenwind
Velbert, 03.10.2010, Kirsten Gnoth, WAZ
Velbert-Mitte. Die katholische St. Antonius Kirche verwandelte sich in einen kleinen Wüstenstaat – und das mitten in Tönisheide. Der Hardenberger Kinderchor führte unter den begeisterten Augen und Ohren der Zuschauer das Musical „Josef – Träume werden wahr“ auf.
Klick, Klick, Klick. . . die Eltern knipsen sich die Finger wund und auch die extra mitgebrachten Videokameras laufen heiß. Mama, Papa, Oma, Opa und die Geschwister der Kirchenchor-Kinder füllen schon 20 Minuten vor Beginn der Aufführung die vordersten Sitzbänke von St. Antonius. Jeder möchte den besten Platz, um seinen Sprössling in Aktion sehen zu können. Die 18 kleinen Hauptakteure ziehen währenddessen noch schnell ihre Kostüme zurecht und dann geht es auch schon los. Noch etwas schüchtern marschieren die Kinder auf die Stufen vor den Altarraum. Eingerahmt von Pyramiden, Stechpalmen, Schafen und einer aufgemalten Stadt im Hintergrund fängt der Chor zu singen an. Die Geschichte, um die es im Musical „Josef – Träume werden wahr“ geht, ist selbst Nicht-Bibelfesten schon mal irgendwann zu Ohren gekommen. Und sei es im original Broadway-Musical des britischen Kultkomponisten Andrew Lloyd Webber. Der Hardenberger Kinderchor hilft dem Publikum aber mit einem Erzähler auf die Sprünge. „Josef war anders als die anderen“, leitet der Erzähler ein. Und es stimmt: der Mini-Josef hat ein auffällig buntes Kostüm an und dazu knatsch-grüne Turnschuhe. Josef ist der zweitjüngste Sohn von Jakob und der Liebling seines Vaters. Das ist seinen elf Brüdern natürlich ein Dorn im Auge. Kurzerhand werfen sie ihn erst in einen Brunnen und verkaufen den Jungen dann noch an eine Karawane.
Sieben fette und sieben magere Jahre
Den Wüsten-Trupp aus Ägypten haben die Hardenberger Nachwuchsstars wirklich schön umgesetzt. Mit einem großen Papp-Kamel ziehen die Kinder einmal durch die ganze Kirche und singen dazu noch die passenden Lieder. Denn nur der Erzähler spricht hier, alle anderen singen. „Es gibt keine Sprechszenen, sondern nur Lieder. Dazu schauspielern die Kinder stumm“, erklärt Britta Franke, die den Chor seit drei Jahren zusammen mit Lisa Heß leitet. Den fehlenden Sprechtext machen Gesangssolos wieder wett. „Ich würde mich nicht so einfach vorne hinstellen und ein Solo singen“, sagt Franke und lacht, „die Kinder machen das wirklich super.“ Und so wird Josef stillschweigend von der Karawane mit nach Ägypten genommen und verkauft, während seine Brüder das schlechte Gewissen plagt. Alpträume hingegen plagen den Pharao. Keiner kann ihm sagen, was die sieben fetten und sieben mageren Kühe zu bedeuten haben. Und hier beginnt Josefs Glückssträhne. Er erklärt dem Pharao, dass ihn erst sieben gute Erntejahre und danach sieben magere Erntejahre erwarten werden. Mit randvoll gefüllten Kornspeichern steuern die beiden gegen die Hungersnot an und zum Dank wird Josef Vizekönig. Um später seinen Brüdern in der Not zu helfen. Die Hardenberger Kinder stellen die Bibelgeschichte lebhaft und im wahrsten Sinne des Wortes farbig dar. Sie bringen den Zuschauern die Genesis-Geschichte auf eine kindlich-fantastische Art und Weise näher, die es vielleicht öfter in den Gotteshäusern geben sollte.
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"Es ist genug für alle da"
Unter diesem Motto trafen sich die evangelische Kirchengemeinde Tönisheide und der evangelische Kindergarten zum gemeinsamen Erntedankgottesdienst, den die Kinder und die Mitarbeiterinnen des Kindergartens gemeinsam mit Pfarrer Haarmann vorbereitet hatten. Da dieser Gottesdienst zunächst der letzte Gottesdienst mit Pfarrer Haarmann war, war dies zugleich eine gute Gelegenheit, um ihm für die gemeinsame Zeit auf Tönisheide und die gute Zusammenarbeit zu danken.
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KirchenmusikMarschallin der Sangeskunst
Doch wer mit der Marschallin der Sangeskunst etwas vertraut ist, weiß: Sie hat es wie immer gut gemeint. Denn Rosemarie Hey hat im Laufe der vielen Jahrzehnte viele Chöre in Velbert die Qualitätstreppe hinaufgescheucht. Und, so ganz möchte sie sich noch nicht aufs Altenteil zurückziehen. Die Chordirektorin ADC (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände), Markenzeichen: hochgestecktes Haar und Paradeschritt, gründete den Evangelischen Singkreis in Tönisheide vor 37 Jahren, hat hier zwischen Neviges und Velbert-Mitte die Kirchenmusik mitbestimmt und dabei mit den Pfarrern Schäfer, Ischebeck, Berges, Grefen und aktuell Wolfhard Günther zusammengearbeitet.
Am vergangenen Sonntag erbat sie das letzte Wort, nachdem ihr Singkreis und die Leiterin im Gottesdienst würdig verabschiedet worden waren. Sie erinnerte an die sonntäglichen Orgeldienste im Wechsel mit Horst Adams „an der wunderschönen Schuke-Potsdam-Orgel“. Und wünschte Chor und Gemeinde am Ende ein „Gott befohlen“.
Schlicht unberechenbar ist die Zahl Velberter Mädchen und Jungen, die über die vielen Jahre seit 1982 in die Lehre bei Rosemarie Hey gegangen sind, ihre Singklassen besucht haben und dann in den großen Velberter Kinderchor aufsteigen durften. Wer im Urteil der Meisterin bestand und sich stimmlich besonders gut entwickelte, hatte darüber hinaus die Chance, in den „Favoritchor“ aufzusteigen. Beide Chöre galten als kulturelle Aushängeschilder der Stadt. Rosemarie Hey freut sich heute, dass das Erbe ihres Favoritchors in dem von ihr sehr geschätzten Chor „Chorisma“ unter Frauke Hoppe weitergeführt wird. Auch bei der „Sängerlust Oberbonsfeld“, einem Männerchor, hat sie gewirkt – „man kann schließlich nur richtig oder falsch singen“. Aber wie gesagt: Zu Ende ist nichts, auch nach einem Oberschenkelhalsbruch blickt die Velberterin nur nach vorn: „Ich bleibe Kreis-Chorleiterin im Sängerkreis Niederberg“, ehrt Sänger, hält Reden, hilft beim Repertoire-Zusammenstellen.
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Kurzweil auf dem Kirchplatz
Pfarr- und Gemeindefest
Nein, es war nicht nur eitel Sonnenschein, was da von oben kam und den Organisatoren des traditionellen ökumenischen Pfarr- und Gemeindefestes auf Tönisheide – besonders am Sonntag nicht.
Nachdem der ebenfalls ökumenische Dorfkirchentag im vergangenen Jahr als großer Erfolg verbucht werden konnte, war es fast klar, dass die große Fete in diesem Jahr auf den Kirchplatz musste. Die katholische Pfarrei „Maria, Königin des Friedens“, die evangelische Kirchengemeinde und der Bürgerverein Tönisheide stellten wieder einiges auf die Beine: Unter dem Motto „Bemüht euch um das Wohl der Stadt“ (Jeremia 29,7) wurden Gottesdienste angeboten und ein breites Programm, das alle Generationen und alle Geschmäcker ansprach. Da war der Tönisheider Gospelchor Voice ‘n’ spirit, der den Besuchern am Samstag richtig einheizte, bevor der schöne Tag mit gemeinsamem Fußballspaß beim Länderspiel im Zelt ausklang. Der Sonntag geriet dagegen eher wässrig: „Zweimal schon bin ich komplett nass geworden“, schimpfte Reinhard Lüdeke vom Vorbereitungsteam.
Der Qualität des Programms tat das keinen Abbruch: Nach Messe und Gottesdienst ging es am späten Vormittag mit Tanzaufführungen der KAB-Cats und musikalisch mit Kinderchor und Akkordeon-Kids, mit Zirkus, Feuerwehr und MSC-Fernlenkkarts weiter. Auf ein Bier oder eine Cola trafen sich die Besucher an den Ständen, bei Pfarrer Wolfhard Günther gab’s Pommes frites, bei Peter Walder und Gerd Scheven Fleischiges vom Grill.
In Ruhe konnte man durch die vielseitige Ausstellung „30 Jahre Kirchplatz“ beim Bürgerverein Tönisheide schlendern – eine bunte Sammlung von Korrespondenz, Zeitungsartikeln und Festplakaten verdeutlichte Stationen Tönisheider Lokalgeschichte. Und wer Lust hatte, bekam die kundige Erläuterung durch die erste Vorsitzende Monika Hülsiepen gleich dazu.
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